20. Januar 2017

Pressemitteilung

Schulentwicklungsplanung

In Ihrer letzten Klausurtagung hat die UBV das Gutachten von Dr. Habeck und die dort vorgeschlagenen Varianten intensiv diskutiert. Die UBV-Fraktion kam jedoch unter Zugrundelegung des Gutachtens zu folgendem Ergebnis:

„Wie die meisten anderen Fraktionen sind auch wir der Meinung, dass es eine zweite Gesamtschule geben soll“, so Heinz Brücker, Fraktionsvorsitzender. „Diese soll auf dem Gelände des Gustav-Heinemann-Schulzentrums (GHZ) installiert werden. Weiter sind wir der gleichen Meinung wie Dr. Habeck, dass das Gymnysium im GHZ aufgegeben werden soll, da die Kooperationsmöglichkeiten für die beiden anderen Gymnasien aufgrund der räumlichen Nähe besser möglich sind und damit für unsere Schullandschaft von Vorteil. Eine Umwandlung eines Gymnasiums in eine  Gesamtschule - wie bereits bei der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) geschehen – dürfte auch gut planbar sein.

Auch die Sekundarschule soll aufgegeben werden, da sie sich nicht so entwickelt hat, wie man es sich erhofft hatte. Dies bedeutet nicht, dass hier keine gute Arbeit geleistet wird. Ganz im Gegenteil. Leider sehen die Eltern unserer Dinslakener Kinder in dieser Schule immer noch eine Hauptschule, wenn auch mit neuem Namen. Daher liegen die Anmeldezahlen unter denen, die für die Weiterführung dieser Schule erforderlich sind. „Da ist schade, aber die Realität“, so Heinz Brücker.

Die Realschule soll erhalten bleiben, da diese Schulform enorm nachgefragt wird. Sie soll aber, anders als vorgeschlagen, den Standort wechseln, und zwar in die Räume der Sekundarschule.
Die Realschule hätte durch den Standortwechsel eine Alleinstellung, die ihr bei einem Verbleib am Standort GHZ verwehrt würde. Eine Gesamtschule neben einer Realschule führt unweigerlich dazu, dass eine Schule - in diesem Fall die Realschule - nicht überleben kann. Durch den Standortwechsel ist die jetzige Zügigkeit mit allen Möglichkeiten gesichert. Die neuen Räumlichkeiten kommen einer gut nachgefragten Schule zugute. „Für uns wäre dies die einzig sinnvolle Option bei einer zweiten Gesamtschule am GHZ und eine Aufwertung der Realschule“.

Die Diskussion um eine Nutzung der Räumlichkeiten der jetzigen Sekundarschule durch die EBGS als Ersatz für die Goethestr. kann dadurch erleichtert werden, dass die jetzige Zügigkeit der EBGS durchaus reduziert werden könnte, da das Gelände GHZ für eine neue 6-zügige Gesamtschule ausreichend groß ist. Eine Reduzierung der Zügigkeit der EBGS (evtl. auf 4 oder 5 Züge) kann dazu führen, dass die Räume an der Goethestr. irgendwann nicht mehr gebraucht würden. Hier wäre allerdings noch zu überlegen, inwieweit das Schulhofgelände der EBGS für alle (auch der jüngeren) Schüler ausreicht. Eine Beibehaltung der Goethestr. wäre aber aufgrund des fußläufig zu erreichenden Standortes auf jeden Fall sinnvoller als die Nutzung der Sekundarschule für die Eingangsklassen der EBGS.

„Der UBV ist durchaus bewusst, dass dieser Vorschlag auch viele Gegenstimmen finden wird und auch massiver Widerstand zu erwarten ist. Aber wir sehen unsere Aufgabe als Politiker darin, eine Schullandschaft zu schaffen, die Zukunft hat und nicht in den nächsten 5 Jahren wieder neu definiert werden muss. Wir wollen Planungssicherheit für die Kinder, die Schulen und die Eltern. Keiner schließt gerne eine Schule. Aber manchmal ist es besser, der Wahrheit ins Auge zu sehen als die Augen vor der Wahrheit zu verschließen“, so Heinz Brücker abschließend zum Vorschlag der UBV-Fraktion.

 

Dinslaken, den 20. Januar 2017

(Heinz Brücker)

Fraktionsvorsitzender

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